|
Label: Koch Records
Allen Unkenrufen zum Trotz ist der jahrelang auf dem Index stehende Roman, des Autors Brett Easton Ellis nun doch verfilmt worden. Ein umstrittenes Kultbuch, was den pervertierten Konsumbegriff der 80er und 90er bis zum bitteren Ende verfolgt und mit dem intelligenten wie auch gutaussehenden Wall Street Broker Bateman ein Psychogramm einer völlig enthemmten, hedonistischen Persönlichkeit zeichnet. Die Geschichte eines Massenmörders, der als letzten Kick Frauen auf sadistische Art meuchelt, löste nicht zuletzt wegen seiner detailliert geschilderten Grausamkeiten in der Literatutwelt grosse Kontroversen aus.
Detailliert beschrieben ist unter anderen auch der Musikgeschmack des Hauptdarstelllers, sowie er die Markennamen von den Klamotten und Accesoires seiner Figuren minutiös beschreibt. Und so klingt auch der Musikgeschmack eines intelligenten, hedonistischen Psychophaten...
Luxuriös produzierte Nummern, die allesamt über einen eiskalten Flair von Perfektion verfügen.
Das Album beginnt mit "You spin me around" von Dope. Eine harter Computer-rocktitel. Darauf folgen speziell für den Film remixte Versionen von David Bowies "Something in the air", The Cures "Watching me fall" und Tom Tom Clubs "Who Feelin´it", sowie abgedröhnte Remixe des "Pump up the the volume" von M/A/R/R/S, oder "Paid in Full" von Eric B.& Rakim. Teils böse psychedelisch, teils eiskalt werden hier auch seltsame Mixe von Information Society und The Racket präsentiert. Mit vertreten sind auch jeweils ein Song von Daniel Ash und "True Faith" von New Order. Zwischendurch werden dann noch die Monologe des Hauptdarstellers mit kammermusikalische Arrangements des Altmeisters John Cale untermalt. Mehr als dreizehn Tracks sind auf dieser CD nicht enthalten. Die Plattenfirma informiert, dass Huey Lewis seine Musik nicht als Morduntermahlung für Batemans Exzesse hergeben wollte. Seltsam ist, dass die vom Massenmörder im Buch am meistens erwähnten Lieblingsnummern " Devil inside" und "I need you tonite" von INXS, weder auf dem Album vorhanden sind, noch erwähnt werden. Vielleicht hat das ja mit Hutchinsons mysteriösem Tod durch Strangulierung zu tun.
***
(PS/DocRock)
DocRock
Mehr zu Ost
Weitere CD-Kritiken bei Yahoo! Musik...
|