|
Label: Roadrunner Records
Die 6te Scheibe der 666-Priester von der Dark Metal-Gemeinde aus dem sonnigen Florida. Aus einem der bestausgestattetsten Tempel des Fürsten, der das Licht den Menschen brachte und Prometheus von seinen Ketten befreite, kommen eine Dekade voll entzeitlichender Messlieder.
Auch nach einer Dekade der Einweihung des Ritual-Vierergespanns unter der Ägide von Bassist und Vokal-Hohepriester Glen Benton sind die Lieblinge beim Widersacher und seinen willigen Dienern voll ungebrochenem Spieleifer, gnadenloser Disziplin und respekteinflössendem Durchhaltevermögen.
Leitthema ist die Ikone Jesus-Am-Kreuz. Seine Dornenkrone wird mit knallhartem Stahlsaiten-Hämmern, perkussivem Tierhäuten-Wirbeln und Luftröhren-Austülpung in Brand gesetzt und so lange angefacht, bis sein göttlicher Leib zu Asche verklärt. Zehn Dornen aus Klang-Klingen nageln Deicide in die Haut der von so viel Gewalt gelähmten Hörer und entfachen durch aufreissende Muskeln nie gekannte Lüste. Durch Exitus-Trash-Monotonie-Wüsten bricht ab und an ein Blutstrom aus überraschenden Einfällen aus den Venen.
Der Klangraum öffnet sich dann kurz zu Freiheitsatem, ehe sich der eiserne Käfig wieder schliesst, um die Qual der Enge umso mehr zu vergrössern. Das Korsett wird bis kurz vors Ableben zugezogen und ein knallhartes Branding mit dem Siegel von Machtgott Baphomet auf die Stirn derer gesetzt, die es gewagt haben, an dem Mysterium von Insineratehymn teilzunehmen.
*****
(J.F./DocRock)
DocRock
Mehr zu Deicide
Weitere CD-Kritiken bei Yahoo! Musik...
|