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Label: SPR/Indigo
Das Interesse an 80er Jahre-Elektropop ist im beginnenden 21. Jahrhundert nicht nur bei den Fans, sondern auch bei jungen, vielversprechenden Musikern ungebrochen Sehnsüchtig wird jedes neue Album von Depeche Mode oder New Order erwartet, die den typischen Synthie-Sample-Sound gerade in der frühen Phase des Jahrzehnts lange Zeit unnachahmlich prägten. Dass das Attribut unnachahmlich letztlich doch fiel, ist dem Erfolg dieser Musik sowie einer Vielzahl engagierter Bands zu verdanken, die sich des Genres annahmen, um es über die Jahrzehnte weiter zu entwickelten. Eine der neueren Inkarnationen klassischer Depeche-Mode-Soundalikes ist das Duo Red Flag. Verblüffend an Red Flag ist vor allen Dingen, dass es sich um ein amerikanisches Projekt handelt, während die Protagonisten des Elektropop traditionell aus Großbritannien, allenfalls noch aus Belgien (Front 242) oder Deutschland (Camouflage) stammten. Die Stücke klingen wie ein Mix aus den oben genannten Bands, angereichert mit einer Klang-Prise OMD und einem kräftigen Schuss Tears For Fears. Es gibt keinen Crossover zwischen verschiedenen Stilen zu hören. Die Marschrichtung ist so klar und deutlich definiert, wie es heute selten der Fall ist. Alle Einflüsse entspringen der selben elektronischen Quelle. Die Verneigung vor den Vorbildern geht sogar noch weiter: Denn eines der beiden Bandmitglieder (Chris und Mark Reynolds sind übrigens Brüder) sieht fast genauso aus wie ein gewisser Martin L. Gore vor 15 Jahren.
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(B.L./DocRock)
DocRock
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