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Label: L´Age d´Or
Elektronische Musik und Rock waren bis vor kurzem ein noch nicht zu vereinender Gegensatz. Aber es scheint zu stimmen, dass unsere heutige Zeit toleranter wird. Dort, wo noch gestern die Gitarrenfraktion die Knöpfchendreher und Computertüftler mit abwertenden Mitleid betrachtete, sucht man heute die Annäherung.
Ein gutes Beispiel ist Tocotronic, die Tracks ihres letzten Albums `KOOK´ von hervorragenden Künstlern aus der sogenannten Elektroavantgarde haben bearbeiten lassen. Remixe kann man diese Arbeiten nicht nennen, denn die eher klassisch aufgebauten Tocotronic-Songs sind auf so unterschiedlichste Weise umgearbeitet worden, dass manchmal nicht mal eine Ahnung vom Original geblieben ist. Die Namen der tocotronischen Rebuilder sprechen für sich : Funkstörung, Dakar&Grinser, Fishmob, Console, Turner, Christoph De Babalon, Justus Köhncke (der in Kürze das neue Werk von Andreas Dorau produzieren wird), um nur manche zu nennen.
Und so unterschiedlich sind auch die Ergebnisse geraten. Es blubbert, rattert und quietscht. Mal sind ultraharte Breakbeats vom genialistischen Christoph De Babalon zu Gange oder 80er Pop-Elemente wie im Falle von Consoles Beabeitung der vielsagenden Nummer `Freiburg V3.0´. `Morgen Wird Heute Sein´ zerschlagen Funkstörung in kleinste Stücke und bauen es zu einem Bauwerk auf, das Gaudi zur Ehre hätte reichen können. Fishmob transportieren die Stimme Dirk von Lowtzows in eine verrauchte Jazz-Bar, wo er atonal zu Jazz-Klängen `Jackpot´ croonen darf.
In diesem Modus geht es weiter: vielseitig, spannend und vor allem originell. Diese CD hat keine Zielgruppe und doch gleichzeitig jede. Die Tracks werden philosophische Diskussionen rund um die PhilFak in den Universitäten der Republik sorgen. So schön kann Intellekt sein....
(*****)
(bp/DocRockShow)
DocRock
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