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Label: Roadrunner
Dieses Album hat wirklich nichts mit Ruhe zu tun, wie der Titel verspricht, sondern mit brachialer Gitarrengewalt und einem Sänger, der erstmal wie ein abgestochenes Schwein losbrüllt, um dann wenig später plötzlich langphrasierte Melodien zu singen.
Derbstes Hardcore-shout-Geknüppel löst sich wie eine überraschende Lichtung im struppigsten Wald zu öden Melodieparts auf. Übermächtige Gitarrenbreitseite-Wellen mutieren zu sanft schäumender Gischt. Es erinnert ein wenig an die Krachrocker von Afghan Whigs, ist aber leider nicht so einfallsreich.
Produzent Ross Robinson holte die fünf Musiker aus Long Island in das legendäre Indigo Ranch Studio um ihr Debut-Album aufzunehmen. Herausgekommen ist eine wahre Krachorgie, die wenig ruhige Momente und so gut wie gar keine ruhigen Songs erlaubt.
Die Themen des Sängers Daryl Palumbo handeln von ernsthaften Betrachtungen der Lebens- und Liebeskrisen seines gebrochenen Herzens.
Ein deftiger Emotionsstrudel, aus dem sich ab und zu überraschend flauschig-bittersüße Melodiebögen und Harmonien lösen. Etwas, das sich zwischen Death Metal und modernem Soft-Rock bewegt, sich aber weder für das Eine noch für das Andere entscheiden will.
Eigenwillige, anstrengende Kompositionen, die genau das Richtige für Bungee-Jumper und Selbstmörder sind.
(**)
(P.S./DocRock Show)
DocRock
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