Eskobar

Eskobar - `Til We`re Dead

26.07.2000

Label: V2

Daniel Bellqvist`s Stimme klingt so unersetzlich und wunderschön zur Musik der schwedischen Gruppe Eskobar, dass man sich schwer vorstellen kann, dass der Bassist anfangs nur als Notlösung ans Mikrofon gestellt wurde. Die Gruppe suchte nach dem Fortgehen des vorherigen Sängers intensiv nach Ersatz und wurde nicht fündig. So kam es, dass die Bescheidenheit eines eindeutigen Sangestalents vom Schicksal gestürzt wurde.

Denn was Bellqvist neben seinem Bassspiel bietet, sind vorbildliches Songwriting und gefühlvoll dargebrachte VoCals. Robert Birming und Frederik Zäll ergänzen die Sorgfalt der Lieder mit ihrem Können und zeigen mit dem Zauber des sparsam gespielten Instruments, wie wirkliche Melancholie und Weltschmerz transportiert werden. Wir wissen ja um das Leid des alten Schweden, der Mangel an Licht, der ihm so viele Sorgen bereitet. Doch die Drei zündeln sich souverän ihr eigenes.

Man kann hier nichts vom Schmutz des Vorbilds Velvet Underground finden, aber einiges an deren Intention. Die unverschämt minimal komponierten Stücke müssen denn auch dem letzten "Gitarren Virtuose" zeigen, wie sich tatsächliche Virtuosität anhört. Die Stücke lassen ahnen, dass Eskobar von der erfrischenden Möglichkeit Gebrauch machen, Improvisation innerhalb eines festen Song-Gerüsts anzuwenden, so ergibt sich für die Jungs eine immerwährende Freiheit, ihr eigenes Material zu spielen und der Hörer bekommt authentische, unverbrauchte Musik zu hören.

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(Y.C./DocRock Show)



DocRock

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