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Label: eastwest
Nach vier Jahren Ruhe ist sie wieder da. Und sie schleicht sich mit ihrem ersten Song "The Healing Room" leise und sensibel an das Album heran. Ein heilender Raum, der sich in ihr selbst befindet und von dem aus sie über die Wonnen ihrer Meditation berichtet.
O’Connor versucht ihren Gefühlen mit neuer Reife zu begegnen. Sie erzählt Geschichten aus ihrer Jugendzeit ("Daddy, I`m Fine"), in denen sie ehrlich rüberkommt und kein Blatt vor den Mund nimmt ("I Wanna Fuck Every Man In Sight"). Das Thema Freiheit statt Beziehungskisten (z.B."No Man´s Woman" oder "Jealous") wird ebenfalls behandelt, zynische Abrechnungen mit Ex-Lovern ("I Never Seen a Good Time With You") inklusive.
Die wunderschönen Balladen sind alle sehr minimalistisch inszeniert. Instrumentalstellen oder Soli sind hier überhaupt nicht vorhanden, was aber auch nicht stört, denn die Songs leben von ihren Texten und ihrer Stimme, die alleinig im Vordergrund steht, dicht gefolgt von ihren eigenen Background-Vocals.
Die Kompositionen und Arrangements sind teilweise sehr unterschiedlich, was sicherlich damit zusammenhängt, dass mit mehreren Produzenten gearbeitet wurde. Wyclef Jean-, Kevin Briggs-, Madonna- und Björk-Produzent Marius de Vries, sowie alte Haudegen wie Brian Eno und Dave Stewart haben hier Hand angelegt.
"Faith And Courage" ist somit ein gelungenes Mainstream-Album. Nur schade, dass man hier keinen einzigen schrägen Ton heraushören kann. Trotzdem sind einige der Songs wirkliche Knaller und die sphärischen Atmos angenehm anzuhören.
( **** )
(ps/docrock show)
DocRock
Highlights:
"The Healing Room"
"No Man's Woman"
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