Richard Ashcroft

Richard Ashcroft - Alone With Everybody

05.07.2000

Label: Virgin

The Verve haben sich mal wieder aufgelöst, aber das ist nicht weiter schlimm. Denn Richard Ashcroft macht mit seinem Solo-Album "Alone With Everybody" da weiter, wo The Verve mit "Urban Hymns" aufgehört haben. Ohnehin waren die Singleauskopplungen dieses Albums ursprünglich als Solo-Nummern Ashcrofts geplant und dementsprechend vorproduziert worden.

Das aktuelle Werk des Ex-Verve-Frontmanns bietet somit keine Überraschungen. 11 ruhige Britpop-Nummern im Songwriter-Stil sind auf "Alone With Everybody" zu hören. Noch stärker als bei seiner Band, bei der Ashcroft auch nicht nur bühnentechnisch im Vordergrund stand, dreht sich hier alles ausschliesslich um die Person des Musikers. Ein Eindruck, der sich mit dem Booklet bestätigt, das Bilder von ihm, seiner Frau und seinem Sohn zeigt, denen er das Album widmete.

Die unverkennbare Stimme bestimmt in ihrer Nonchalance das Klangbild der Songs, untermalt von Ashcrofts Gitarrenspiel und bisweilen den Streichern des London Session Orchestra, wie bei "Brave New World".
Aus dem typischen Ashcroft-Sound ragen die Tracks "New York", das ein wenig straffer und mit mehr Groove daherkommt, das fast zärtliche "You On My Mind In My Sleep" und das frisch-fröhliche "Crazy World" heraus.

Fazit: Im Alleingang zieht Richard Ashcroft sein Ding noch kompromissloser durch. Mit "Alone With Everybody" kann er seinen Ruf als einer der besten englischen Songwriter untermauern, aber es fehlt letztendlich ein wenig der Pfiff.
*** (W.J./ DocRock Show)


DocRock

Highlights:
"You On My Mind In My Sleep"
"Crazy World"

Mehr zu Richard Ashcroft

Weitere CD-Kritiken bei Yahoo! Musik...