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Label: PIAS/Connected
Die Holländischen Nits nahmen seit ihrer Gründung im Jahre 1974 schon einen eigentständigen Platz in der Popgeschichte ein. Waren ihre ersten, 1980 und 1981 erschienenen Alben `New Flat´ und `Work´ selbst definierte Versionen von Art Pop, wie ihn Kraftwerk und Talking Heads zelebrierten, konnte man die Nachfolger `Adieu, Sweet Bahnhof´ und `Henk´ eher zwischen Elvis Costello und Synthi-Pop ansiedeln. 1987 kam mit `In The Dutch Mountain´ (ein vor Ironie strotzender Titel) der europäische Durchbruch und Bandleader Henk Hofstede und seine Mannen waren für eine kurze Zeit nicht aus der Musiklandschaft des Kontinets wegzudenken. Man entschloss sich wieder zurückzuziehen und den grossen Erfolg nicht als Masstab für zukünftige Kompositionen zu nehmen, denn Wiederholungen bedeuten Stillstand bei The Nits.
So auch bei dem aktuellen Album `Wool´. Nach einigen Besetzungswechsel und weiteren Alben klingen The Nits frischer und unbeschwerter als je zuvor.
Zwar ist das Haupthema des Albums der Tod, schaffen The Nits es trotzdem das Leben positiv zu sehen und die vielen kleinen und lebenswerten Dinge zu beschreiben, die einen Menschen zum Menschen machen. Die Instrumentierung bewegt sich zwischen vielfältigen Akustik-Keyboards, Hammond- Orgeln, exotischen Instrumentalsamples, Bläsern und einem herrlichen antik scheinenden Vibraphon. Gitarren jedoch vermisst man fast ganz. Henk Hofstedes Stimme hat einen intimen Zauber, welcher sich in die Musik homogen einwebt. Die Gefühlsspielräume von Melancholie, sanfter Zärtlichkeit und Poesie sind den englischen Texten zu eigen und laden dazu ein sich genauer mit dem Text-Booklet zu befassen.
Die 12 Songs, vermischen Jazz, Pop und Chanconelemente auf eine nie vorher gehörte Art und Weise und lassen `Wool´ zum absoluten Tip für Jene werden, die das Besondere lieben.
(*****)
DocRock
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