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Label: Three Corner Productions
Die Band Late September Dogs aus Holstein bietet auf "Alienated" nichts Befremdliches, sondern ein gekonntes Crossover verschiedener Richtungen.
Aufbauend auf einem klassischen Rockgerüst, bestehend aus Schlagzeug und Bass, gibt es starke Trance-, Tribal- und Reggae-Anleihen. Die Keyboards und Synthies sind fett eingesetzt, aber nie zu aufdringlich. Der Gesang ist zumeist robust und pathetisch. Manchmal muss man an Phil Collins British Style denken, so etwa auf "Move Your Body" und "Vibemares". Und "Dont walk with me" scheint dem tiefen Sprechgesang von Frank Zappa seine Stimme zu leihen. Es gibt Highspeed-Triphop ("Religion"), Dub ("B What U Are"), Pop mit Kraftwerk/ Radioactivity-Sounds ("Rainbow Warrior"), Electro-Reggae ("The Lost Tribe"), aber auch eine entspannte Popnummer ("Little Voice").
Das Herz der Late September Dogs schlägt jedoch am stärksten, wenn sie in magische und geheimnisvolle Welten aufbrechen, etwa auf "Stay". Archaische Fantasy-Balladen wie "Believe" und das mystisch gefangennehmende Gebet "Children Of The Street" liegen ihnen besonders. Die afrikanischen, wuchtigen Perkussion- Schläge von "Brother" und das ultrasphärische "Sandman" öffnen die Augen der Fantasie hin zu fernen Zeiten, solchen der Vergangenheit wie der Zukunft.
Das psychedelische Ambient-Bekenntnis "Alice D." ist (wie die Bandinitialen) denn auch musikalisches Programm: Rock, für den alles möglich und verwertbar ist. (DocRock Show/J.F.)
DocRock
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