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Label: Motor
Nicht oft erscheint eine wirklich besondere Platte, doch `R´ gehört mit Sicherheit zu den Meisterwerken der letzten Jahre.
Nach der Auflösung von Kyuss vor fünf Jahren hat Josh Homme es endlich wieder geschafft mit neuer Truppen eine Platte einzuspielen. Drei Monate intensive Studioarbeit führte zu einem äusserst ausdrucksstarken Ergebnis. Kein Song ist wie der andere, und die Charakterisierung als Progressive Rock möge nur als Orientierung dienen. Ein immense Bandbreite wird abgesteckt. Mal ist der Anstrich intellektuell, dann wird der Hörer auf eine ausgedehnte Drogenreise geschickt, so geschehen auf `Better living through chemistry´. Heftige Tempowechsel und schräge Klangflächen, die nach links ins Nichts verschwinden und plötzlich wieder rechts erscheinen, nehmen einen ganz gefangen. Dann gibt es Ultrahartes: `Quick and to the pointless´ könnte von einer Band stammen, die sich in einer geschlossenen Anstalt zusammengetan hat. Der `Lightning Song´ erreicht den äussertsten Rand der Agression. Einfach Kunst ist es, wenn sich ein langsam schlagendes Vibraphon mit Rock´n´ Roll Gitarren vor unseren Augen paart (`The lost art of keeping a secret´)und auch die Freejazz-Trompete gegen Ende der Platte demonstriert schier grenzenlose Phantasie. Und wohl noch nie hat man gehört (auf `Monsters in the parasol´), wie eine Band es schafft kleine Sprünge auf Vinyl live so einzuspielen, dass das Ganze trotzdem groovt und bei aller Experimentierfreude gut zugänglich bleibt, was überdies für die ganze Platte gilt.
(J.F./DocRock Show)
DocRock
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