|
Label: kitty-yo
Das Berliner Zweiergespann Bernd Jestram u. Robert Lippok (letzterer Mitglied bei To Rococo Rot), das bereits mit der letzten Veröffentlichung `Silur´ dem ambitionierten Label KITTY-YO reichlich Lorbeeren einbrachte, entäuscht auch hier wieder nicht. Ihr progressiver Synthi-Pop ist einfach vom Feinsten, was Deutschland im Hinblick auf künstlerischen Anspruch in diesem Genre gegenwärtig zu bieten hat.
Längst verdient wäre ein breiteres Publikum, doch wie wir alle wissen ist das Leben nur selten gerecht. Und nichtsdestotrotz: wem gefielen nicht Songs wie `All of the ants left Paris´ oder `Noon´, die keinen Vergleich mit dem Besten auf dem Eno/Cale Werk `Wrong way up´ zu scheuen bräuchten. Doch wer stösst schon so ohne weiteres auf Tarwater. Ich sag mir, jeder tut was er kann....
Es werden geboten: 1. eine charismatische Stimme, die geschickt zwischen Tonalität u. Sprechen pendelt. 2. äusserst einfallsreiche elektronische Arrangements, alleine schon die ungewöhnliche Vocodierung im Intro oder die merkwürdigen Klangflächen, die in `Dauphin Sun´ an unsere Ohrmuscheln rauschen. 3. Instrumentalstücke, die k e i n e Füllsel sind. 3. Filigrane Xylophon-Tremoli über Jazztribal-Beats 4. Und all das groovt, verbreitet ein Ja zur Welt, und der Verstand kriegt Bock mit Beinen aus Fleisch und Blut dazu zu tanzen!
Ich denke, ich muss nicht mehr beweisen dass ich bis 10 zählen kann. Nur noch eins - die Frauenstimme auf Song Nummer drei hat mich verzaubert. Ich würde Sie liebend gerne zum Essen einladen....
(J.F./DocRock Show)
DocRock
Mehr zu Tarwater
Weitere CD-Kritiken bei Yahoo! Musik...
|