|
Label: BMG
Mit dem Vorgänger-Album "Isola" veröffentlichten die schwedischen Kent ein kleines Gitarrenpop-Meisterwerk, das auch auf der britischen Insel so leicht keiner hinbekommt. Gespannt konnte man also die inzwischen vierte CD der Band erwarten, und diese macht fast genau da weiter, wo "Isola" so beeindruckend endete.
Immer noch schütteln die Musiker geschmeidige Melodiebögen, wie sie seit Suedes Frühwerken anscheinend niemand mehr in dieser Form beherrscht, aus dem Ärmel. Allerdings kommen die 12 neuen Songs wesentlich direkter und muskelbepackter aus den Boxen als dies bisher der Fall gewesen ist. Man schaut inzwischen auch schon einmal über den grossen Teich und holt sich dort dezente Country-Anleihen, die man z.B. bei "Kevlar Soul" einarbeitet.
Die melancholischen Momente weichen auf "Hagnesta Hill" zumeist hymnischen Rocksongs, die sich zumeist sehr zielstrebig auf ihren Ohrwurmchorus hin entwickeln. Besonderes Augenmerk legte man anscheinend auf die Produktion der Rhythmustracks, die diesmal mit recht modernen Sounds aufwarten, einem Song wie "Heavenly Junkies" aber anfangs auch ein wenig seiner Magie rauben.
In Schweden hat "Hagnesta Hill" (dort ist die Platte in der Heimatsprache eingesungen worden) bereits die Charts gestürmt und wurde mit verschiedenen Auszeichnungen versehen. Ob dies auch im europäischen Ausland klappt, bleibt abzuwarten. Freunde britischer Gitarrenmusik sollten sich das Werk aber nicht entgehen lassen.
DocRock
Mehr zu Kent
Weitere CD-Kritiken bei Yahoo! Musik...
|