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Orbital hatten ein Problem, und dies war ihre letzte Veröffentlichung "In Sides". Neben Underworld hatte man damit die oberste Sprosse im elektronischen Olymp erklommen. Und was nun? Wer wie die Brüder Hartnoll seit einem Jahrzehnt neues Terrain erforscht, für den ist Rückschritt oder Stillstand nicht denkbar. Also wurde zur Überbrückung das fröhliche "The Saint" veröffentlicht, und im Jahre 3 nach "In Sides" markiert nun "The Middle of Nowhere" den Aufbruch zu neuen Ufern.
Verschwunden sind die melancholischen, oft epischen Soundcollagen, die verbunden mit dem dichten Rhythmusgeflecht immer näher am Rock als in der Elektroecke waren. Direkt der Opener "Way Out" verbreitet ein leichtfüßiges, kammermusikartiges Flair. Rückbesinnung auf die ursprünglichen Inspirationen aus dem Punk und Hip Hop Bereich bereiten dann auch im weiteren Verlauf des Albums die Grundlage.
Agression statt Melancholie, Tempo als Ersatz für lange Spannungskurven beherrschen hier weite Strecken des Materials. Geblieben ist indes der Gebrauch von den wohl wärmsten Samples, die das Genre bisher hervorgebracht hat.
Der Dancefloor als offensichtliches Angriffsziel wird in jeder der Kompositionen mit der bis dato wildesten Stilmischung Orbitals attackiert.
Acid House für das Jahr 2000? Rückschritt als Fortschritt? Die Antwort liegt vielleicht in dem augenzwinkernden Titel des Albums. Daher geht das Schlußwort auch an Orbital selbst: "The Middle of Nowhere is a hard place to be".
DocRock
Tracks:
1. Way out
2. Spare parts express
3. Know where to run
4. I don't know you people
5. Otono
6. Nothing left 1
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